Wilhelm Bernhard Molique (1802-1869)
Geboren am 07.10.1802 in Nürnberg. Gestorben am 10. Mai 1869 in Cannstatt bei Stuttgart
Molique wurde als Sohn des elsässischen Fagottisten und Violinisten Christian Molique geboren, der ihn zunächst auch unterrichtete. Bereits als Sechsjähriger trat er öffentlich auf. Während eines Gastspiels in Nürnberg erteilte ihm Louis Spohr Geigenunterricht. Später studierte er Violine bei Pietro Rovelli (1793–1838) in München und erhielt anschließend eine Anstellung am Theater an der Wien. 1820 wurde er Nachfolger Rovellis in der Hofkapelle München. Im gleichen Orchester spielte auch der Flötist Theobald Böhm, mit dem er Freundschaft schloss.
Molique komponierte unter anderem eine Sinfonie, sechs Violinkonzerte (die Nr. 5 wurde von Joseph Joachim gerühmt), ein seinerzeit sehr geschätztes Cellokonzert, ein noch heute viel gespieltes Oboenkonzert und ein Flötenkonzert. Außerdem schuf er Kammermusik und Vokalwerke, darunter zwei Messen und zahlreiche Lieder.
1826 wurde Molique nach Stuttgart an das dortige Hoftheater berufen. Dort wirkte er fast 23 Jahre als Königlicher Musikdirektor und Konzertmeister. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er (wieder) in Cannstatt bei Stuttgart, heute Stuttgart-Bad Cannstatt. Seine sterblichen Überreste liegen dort auf dem Friedhof Uff-Kirchhof begraben.
Quelle: wikipedia Stand 2025
